SXEU31 DWAV 071800 S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T ausgegeben am Donnerstag, den 07.05.2026 um 18 UTC SCHLAGZEILE: Leichte Gewitterneigung im Süden. Synoptische Entwicklung bis Samstag 06 UTC ---------------------------------------------------------------- Aktuell ... regnet es über den östlichen Landesteile im Bereich eines Troges abends noch gebietsweise. Dieser Trog zieht nachts nach Polen ab, sodass der Regen auch dort weitgehend aufhört. Auf seiner Rückseite steigt der Bodendruck und es hat sich kühlere und stabile Luft bis in den Süden Deutschlands durchgesetzt. Die abendlichen Schauer im Süden klingen bald ab und auch etwaige Gewitter an den Alpen, die einer gewissen Restlabilität und Feuchte geschuldet sind, für die die Wahrscheinlichkeit aber ohnehin nur sehr gering ist, sind vorbei. Nachfolgend baut sich ausgehend von einem Hoch über Skandinavien auch über Deutschland ein Zwischenhoch auf, was durch die leicht antizyklonale Höhenströmung gestützt wird. Dabei trocknet die Luft weiter ab und die Bewölkung lockert ausgehend vom Norden und Nordwesten weiter südwärts stärker auf. Bei nur schwacher Luftbewegung kühlt es kräftig ab, im Norden mit Bodenfrost, aber auch örtlichem Frost in 2m Höhe. Die Abtrocknung spart die bodennahen Schichten, nach dem Regen der letzten Tage aus und es bildet sich gebietsweise, vor allem über der Mitte und dem Süden Nebel und Hochnebel, teilweise dicht. Freitag ... greift ein Langwellentrog vom Nordmeer bis vor die Tore der Iberischen Halbinsel nach Süden aus. Auf der Vorderseite hat sich über Mitteleuropa eine ziemlich flaue, südwestliche und eher antizyklonale Höhenströmung etabliert. Diese stützt u.a. ein Hoch über Nordosteuropa, an dessen Rand wir unter einer schwachen östlichen bodennahen Strömung liegen. Der Tag startet gebietsweise grau mit Nebel und Hochnebel, im Osten teils mit kompakteren und letzten spärlichen Regentropfen. Im Norden, zum Teil im Südosten ist es schon anfangs freundlich, wobei der Trend zu Auflockerungen und Aufheiterungen im Tagesverlauf mehr und mehr um sich greift. Letztlich verbleiben aber wolkige Regionen über der Landesmitte, besonders nach Osten hin. Die Luftmasse wandelt sich in eine eher trockene Festlandsluft, die sich durch Absinken und Einstrahlung erwärmt. Die Höchstwerten liegen meist bei 15 bis 19°C, im Süden gebietsweise um 20°C oder ein bisschen darüber. Bei stabiler Schichtung passiert konvektiv meist nichts. Allerdings labilisiert die Schichtung ganz im Süden und Südwesten dann doch wieder mit gleichzeitiger moderater Anfeuchtung. Beides geschieht langsam und es fehlt am Hebungsantrieb. Es kann dennoch mit Hilfe der Orografie am Alpenrand, über dem Schwarzwald und der Schwäbischen Alb zu einigen Schauern und vereinzelten Gewittern reichen. Das Level dürfte eher "gelb" als "ocker" sein. In den langsam, oder gar nicht ziehenden Zellen ist Starkregen (PPW nahe 20 mm) nicht ausgeschlossen. In der Nacht zum Samstag fällt die Konvektion im Süden wieder in sich zusammen. Sonst überwiegt aufgelockerte, gebietsweise geringe Bewölkung. Es kühlt wieder ziemlich stark ab auf 7 bis 2°C. Während Luftfrost wohl kaum Thema mehr wird, kann es im Norden und Osten in einigen Regionen wieder Frost in 5cm über dem Boden geben. Zudem können sich wieder Nebelfelder bilden, aber nicht mehr so oft wie in der Vornacht. ---------------------------------------------------------------- Synoptische Entwicklung bis Sonntag 06 UTC Samstag ... hält sich mit trockener Luft in weiten Landesteilen der Hochdruckeinfluss. Nur im Süden besteht leichte Schauer- und Gewitterneigung. Details dazu können in der Frühübersicht nachgelesen werden. Modellvergleich und -einschätzung ---------------------------------------------------------------- Die Modelle simulieren ähnlich. Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach Dipl. Met. Bernd Zeuschner